bhūtasya jātaḥ patir eka āsīt.
Als jüngsten Spross der langen Ahnenreihe hätten wir da in unseren Tagen RICHARD WAGNERS Rheingold zu begrüßen.
[116] An dem Orte, wo die Legende das Ereigniss stattfinden lässt, in einem Haine nahe dem Dorfe Luṃminī (cf. Bd. II, Anm. 237), hat Asoko unter anderem eine Denksäule errichten lassen, mit der Inschrift: »Hier wurde der Erhabene geboren.« Vergl. auch die plastischen Darstellungen der Szene, auf Ruinen aus Sārnāth etc. — Aehnlich im homerischen Hymnus auf die Geburt des Apollo, wo es, in der Uebersetzung GOETHES, v. 106–109 heißt:
. . . . es nahte Letos Entbindung.
Mit den Armen umschloss die Göttin den Palmbaum; die Füße
Stemmte sie gegen das Gras, die Erde lächelte. Mächtig
Sprang ans Licht der göttliche Sohn.
[117] Diese vier Göttersöhne, die Hüter der Weltgegenden Lokapālā, auch die »Vier großen Könige« Cattāro mahārājāno genannt, sind im Christenthum zu den heiligen Drei Königen aus dem Morgenlande geworden. Noch andere, spätere Beziehungen bei SEYDEL, Buddha-Legende, 2. Aufl. S. 35. Aber die älteste christliche Darstellung zeigt richtig Vier huldigende Könige, und zwar auf einem Fresko eingangs der Domitilla-Katakombe. Als dann in der Kirche einer der Könige, etwa der Dreifaltigkeit zuliebe, allmälig verschwunden war, sehn wir doch wieder Vier schützende Erzengel an den Seiten die Tradition unserer Vier großen Könige weiter erhalten: so eben noch in Rom auf einem musivischen Bilde links am Triumphbogen der Santa Maria Maggiore, auch im Sant’ Apollinare Nuovo zu Ravenna. Sogar die unbiblische Bartlosigkeit anderer sehr alter, antiker Magiertypen verdient einige Beachtung. Cf. DUCHESNE et BAYET, Mémoire sur une mission au Mont Athos, Paris 1876, p. 284–296, wo die Abbildungen nachgewiesen.
Noch bei der Königskrönung in der karolingischen Sage von Reinolt etc., ed. PFAFF v. 1201/03,
kamen vier engel von her oben