Wir lieben’s den viel rothen Wein,
Denn er geht frisch in’s Blut uns ein.
Gedeihen muß das Leben,
Wenn wir das Kännlein heben!
Gedeihen muß das Leben,
Wenn wir das Kännlein heben!

Kommt es auch vor, daß wir einmal
Festsitzen bis zum Morgenstrahl;
Beim Weine uns zu wärmen,
Die ganze Nacht durchschwärmen!
Beim Weine uns zu wärmen,
Die ganze Nacht durchschwärmen!

So sind dem Zecher doch nicht hön
Drob unsre lieben Frauen schön,
Dieweil sie selbst gern nippen
Am Wein, mit Rosenlippen!
Dieweil sie selbst gern nippen
Am Wein, mit Rosenlippen!

Hallowerwein, Du Edelblut,
Du schmeckst zu allen Zeiten gut;
Nach Dir geht unser Streben,
So lange wir am Leben!
Nach Dir geht unser Streben,
So lange wir am Leben!

Und geht es einst auf’s Todtenbett,
So reichet uns, als Seelgerett’,
Von Hallau Saft der Reben,
In’s Jenseits uns zu heben!
Von Hallau Saft der Reben,
In’s Jenseits uns zu heben!

———

Der schönste Tod, den ich mir weiß,
Das ist: im Wald zu sterben;
Viel schöner, als im Bette heiß,
Aus Lumpen zu verderben!

Der beste Wein, so jeder kennt,
Er muß wohl sein gegohren;
Recht, wie ein Mann, den nichts mehr brennt,
Der d’Hörnlin hat verloren!

———

Gott grüß’ Dich, feurig Rebenblut,
Du Edeltrost der Mannen!
Wie schmeckst Du allerorten gut,
Aus Humpen und aus Kannen.
Hat einer von Dir etzlich Stück
Im kühlen Keller vergraben,
So preis’ er’s als sein größtes Glück,
Am Weine sich zu laben!