Erster Wagöer: »Nun ist er festgemacht!«
Zweiter: »Das Wiederkommen soll er nun wohl bleiben lassen.«
Har trugen sie halb ohnmächtig davon. »Nun wird er dich in Ruhe lassen, mein liebes Kind!« sagte Lära, da sie wieder in ihrer Hütte waren.
Betrübt ging er zu Bett. »Nun kommt er nicht mehr!« sagte er kummervoll vor sich hin. War müde und matt. Friedlos aber und ruhelos wälzte er sich auf seinem Lager. Langsam schlichen die Minuten; träg krochen die Stunden dahin. Mitternacht kam und noch kein Schlaf hatte sich über seine Wimpern gesenkt.
Horch! Was ist das? Im Fliederbaum … – Doch nein; das war ja unmöglich. Und doch! Wieder, wie früher, raschelte es in den Zweigen des Baums. Das Fenster öffnete sich. Manor war wieder da. Seufzte tief auf. Hatte eine große Wunde in der Brust, die viereckig war und ihm bis durch den Rücken ging. Legte sich wieder zu Har, umschlang ihn und sog. Sog verlangender denn zuvor und dürstender.
Nebenan aber wachte diese Nacht Lära; horchte und zitterte. Früh morgens kam sie herein und trat an Hars Bett.
Sie: »Mein armes Kind! Er ist doch wieder dagewesen.«
Er: »Ja, Mutter; er ist wieder bei mir gewesen.«
Das Bett aber war befleckt mit Leichenblut, das aus der großen Wunde hervorgeträufelt war.