Einige Stunden später ruderte wieder ein Boot über den Sund; doch ohne Har. Man ging wieder zu den Dünen; öffnete wieder das Grab. Der viereckige Pfahl steckte noch in der Gruft, doch nicht mehr in Manors Brust. Aber er lag gekrümmt neben dem Pfahl. Gestreckt zu liegen hinderte der Pfahl.

Weise Frau: »Er hat sich los machen können. Der Pfahl ist ja unten und oben gleich dick.«

Erster Wagöer: »Hat sich von unten nach oben am Pfahl in die Höhe gewunden.«

Zweiter: »Muß ihn aber unmenschliche Anstrengung gekostet haben.«

Auf Rat der weisen Frau behieben sie heute einen stärkeren Pfahl, den sie oben doppelt so dick ließen als unten, daß er aussah wie ein Nagel mit Kopf. Zogen den alten Pfahl weg und pfählten ihn mit diesem.

»So! Nun ist er angenagelt«, sagte der Axtmann, als er dem Pfahl den letzten Hieb auf den Kopf gegeben.

Zweiter Wagöer: »Mag er sich winden und drehn, von dem windet er sich nicht los.«

Lära kehrte zu Har zurück; erzählte was geschehn. »Nun ist es vorbei«, sagte er zu sich selbst, da er zu Bett ging. Schlummerlos lag er da. Mitternacht kam. Doch alles blieb still. Nichts raschelte draußen am Fenster in den Zweigen des Fliederstrauchs. Kein Schwimmer schreckte den Fischer mehr, der Nachts mit geschlossenen Augen des Sundes Woge durchschnitt.

Lära: »Nun hast du Frieden vor ihm. Er hat dich so gequält.«

Er: »O Mutter! Mutter! Er hat mich nicht gequält!«