Härmte sich ab in vergeblichem Sehnen. »Mutter!« sagte er, »nun ists aus mit mir.« Zehrte ab; konnte sich nicht mehr vom Bett erheben.
Sie: »Bist so müde und so matt, mein lieber Sohn!«
Er: »Er zieht mich zu sich hinab.«
Eines Morgens saß sie an seinem Bett, da er noch schlief. Ein Monat war verflossen seit dem Schiffbruch. Es war noch früh. Sie weinte. Da schlug er die Augen auf.
»Mutter«, sagte er mit schwacher Stimme, »ich muß sterben.«
Sie: »O nein, mein Kind! Du sollst so jung nicht sterben!«
Er: »Doch, doch! Er ist wieder bei mir gewesen. Wir haben mit einander geredet. Wir saßen auf dem Stein unter der alten Buche im Wald wie sonst; er schlang seinen Arm wieder um meinen Hals und nannte mich »Min Jong«. Heut Nacht will er wieder kommen und mich holen. Er hat es mir versprochen. Ich kann es nicht aushalten ohne ihn.«
Sie beugte sich über ihn und ihre Tränen flossen reichlich auf sein Bett. »Mein armes Kind!« sagte sie und legte ihm ihre Hand auf die Stirn.
Als es Nacht ward, zündete sie eine Lampe an und wachte bei ihm am Bette. Still lag er da; schlief nicht; schaute schweigend vor sich hin.