In der ursprünglichen Einheit:

„Da sind weder des Feuers bewegliche Glieder gesondert“

noch die Erde, das Wasser und die Luft;

„Also ist sie durch heimliche Kraft der Verbindung gehalten,
Eine gerundete Kugel, sich ruhender Kreisung erfreuend.“


„Aber nachdem ihr der mächtige Streit in den Gliedern erwachsen,
Und zu Macht und Ehren gelangt, da die Zeit sich erfüllet,
Die abwechselnd den beiden erscheint nach gewaltigem Eidschwur,
Sämtlich da nacheinander erbebten die Glieder der Gottheit.“

Indem sich die Elemente trennen, wird der Leib der Gottheit zerrissen, oder, wie der Dichter Claudian[577] sagt: Empedocles:

„Streuet umher und erneuert den Gott und knüpfet von neuem
Wieder durch Liebe zusammen, soviel auflöste die Zwietracht.“


„Bald wächst aus Vielem zu Einem
Alles heran, bald wieder zergeht's aus Einem in Vieles,
Feuer und Wasser und Erd' und der Luft unermeßliche Höhe,
Und von diesem gesondert der Streit, jedwedem gewachsen,
Und in diesen die Liebe, die gleich an Läng' und an Breite.
Und nie hörte es auf, in Ewigkeit immer zu wechseln,
Bald durch Liebe sich alles in Eins zusammen verbindend,
Bald durch Hader und Streit sich in Einzelnes wieder zerstreuend.“