Dr. E.: Das ist nicht nur möglich, sondern nach den Ergebnissen der Sprachforschung so gut wie gewiß. Noch heute erkennen wir selbst in den vollkommensten Sprachen an zahlreichen Worten, daß sie ursprünglich Naturlaute waren. Wie sehr aber die Sprache sich im Laufe der Kultur entwickelt hat, das zeigt sich klar, wenn man die außerordentliche Wortarmut der wilden Völker in Betracht zieht. Viele derselben kommen nicht über ein paar Hundert Vokabeln hinaus.
Kurt: Ich will doch mal sehen, ob ich unsern Karo in Zukunft nicht noch besser verstehen lerne. Ich glaube, wenn man ordentlich aufpaßt, wird man noch viel häufiger merken, was er eigentlich will.
Dr. E.: Ganz gewiß; und es soll mich freuen, wenn du mir später über deine Entdeckungen Bericht erstattest. Ein guter Tierbeobachter wird auch dereinst ein guter Menschenbeobachter. Das aber ist eine der notwendigsten Fähigkeiten, wenn man im Leben und in der Welt vorwärts kommen will.
Zwölfter Abend.
Höre, Fritz, sagt Dr. Ehrhardt, als die Knaben versammelt sind, du könntest morgen früh auf dem Schulwege mal bei unserm Gärtner vorgehen und ihn bitten, zu Mutters Geburtstag am Mittwoch noch einige Blattpflanzen zu besorgen. Ich glaube, Mutter würde sich sehr darüber freuen.
Fritz: Gern, Vater. Ist es ganz gleich, was für welche er aussucht?
Dr. E.: Ich denke, wir können uns auf seinen Geschmack verlassen.
Er soll nur einige recht hübsche wählen, etwa ein Philodendron, eine Acalea und ein paar Palmen.