Kurt: Ja, ich denke mir die Sache so ähnlich wie mit unsern Hosen: Wenn wir uns in die Knie setzen, so werden sie vorn über dem Knie straff gezogen und unten werden sie kürzer.

Dr. E.: Ei sieh! Der Vergleich ist gar nicht so übel. Ein Strick oder ein Stück Tuch, welches zuerst zwischen zwei Punkten fast eine gerade Linie bildete, wird eben straff gespannt, wenn wir es zwingen, einen Winkel zu bilden. — Jedenfalls werdet ihr jetzt eingesehen haben, daß der Vogel mit einem solchen Apparat bis in alle Ewigkeit auf seiner Stange sitzen könnte.

Kurt: Das sehe ich ein. — Du wolltest uns ja aber auch noch sagen, warum der Vogel sich so aufgeblasen hat, wenn er schläft.

Sträuben des Gefieders während des Schlafens

Dr. E.: Davon weiß ich kein Wort. Ich habe nur bezweifelt, daß ihr aus diesem Sichaufblähen schließen könntet, daß der Vogel schläft. Oder tun wir vielleicht dasselbe, wenn wir zur Ruhe gehen?

Fritz: Nein, das natürlich nicht. Aber man sieht es doch immer beim Vogel, wenn er schläft, oder wenn er krank ist.

Dr. E.: Wenn du dich einfach auf die Beobachtung berufst, so muß ich dir wohl recht geben. Aber man sollte doch meinen, daß auch wir irgend etwas täten, was dem Aufblähen des Gefieders für die Zeit der Nachtruhe zu vergleichen wäre?

Kurt: Aufblähen des Gefieders? Wie sollten wir das denn nur anfangen!

Dr. E.: Nun ja, Kurt, das Federsträuben müssen wir schon hübsch bleiben lassen. Allein, wißt ihr denn gar keinen Grund anzugeben, warum der Vogel diese seltsame Nachttoilette macht?

Kurt: Vielleicht will er sich größer machen, wie der Frosch, der sich aufbläst?