Gebrauch der Beine. Gewicht der Fliege
Dr. E.: Schon gut, Fritz. Deine Gelehrsamkeit ist ja erstaunlich. Weißt du denn auch, wodurch die Fliege auf ihren Beinen stehen kann, obgleich keine Knochen darin sind?
Fritz: O ja. Die äußere Haut der Insekten ist hornartig; die Beine bilden also gewissermaßen feste hohle Röhren, welche den Körper tragen.
Dr. E.: Sehr schön. Und aus wieviel solchen Röhrenstücken besteht jedes Bein? Die Beine müssen doch auch gebeugt und gestreckt werden können, wenn sie zum Laufen dienen sollen.
Fritz: Ja, das habe ich auch gewußt. Es war fast, wie beim Menschenbein: Oberschenkel, Unterschenkel, Fuß, und oben, ich glaube, da waren auch noch zwei oder drei Stücke.
Dr. E.: Nun, es soll uns nicht so genau darauf ankommen. So ungefähr hast du auch das Richtige getroffen. Ich will nur noch hinzufügen, daß die Fliege alle diese Teile gegeneinander beugen und strecken kann, etwa so, wie wir den Unterschenkel gegen den Oberschenkel biegen. Eine Ausnahme macht allein das oberste Stück, das Hüftglied, welches zur Drehbewegung nach vorwärts und rückwärts befähigt ist. — Jetzt aber weiter: In welcher Weise gebraucht denn nun die Fliege ihre Beine, wenn sie umherläuft?
Fritz: Wie sie ihre Beine gebraucht? Ich denke, sie beugt und streckt sie etwa geradeso, wie wir es beim Gehen machen.
Dr. E.: Nun wohl. Wir aber haben nur zwei Beine, und die Fliege hat sechs. Es entsteht doch die Frage, in welcher Reihenfolge sie die Beine hebt, da sie sie doch nicht alle sechs mit einmal vorwärts setzen kann.
Fritz: Ja, daran habe ich noch nicht gedacht. Das kann man doch auch gar nicht untersuchen!
Dr. E.: Und warum denn nicht?