»Nur kurze Zeit. Er will nach Taïf, wo sich der Scherif-Emir befindet.«
»So bin ich jetzt mit euch fertig.«
»Sihdi, du willst diese Räuber entkommen lassen?« rief Halef. »Ich werde sie erschießen, damit sie keinem mehr schaden können.«
»Ich habe ihnen mein Wort gegeben, und das wirst du mit mir halten. Folge mir!«
Ich stieg wieder auf und ritt davon. Halef folgte mir; Albani aber blieb noch zurück. Er hatte seinen langen Sarras gezogen; doch hatte ich zu ihm das gute Vertrauen, daß diese energische Pantomime sehr unschädlicher Natur sein werde. Er blieb auch wirklich sehr gelassen auf seinem Kamele sitzen, als die Ateïbeh absprangen, um die Dscheheïne zu bewältigen. Es gelang dies, nachdem einige unschädliche Messerstöße gewechselt worden waren. Die Gefangenen wurden je an ein Kamel gebunden, und die Reiter derselben wandten sich zurück, um die Gefangenen in das Lager zu schaffen. Die anderen folgten uns.
»Du hast sie begnadigt, Sihdi; aber sie werden dennoch sterben,« meinte Halef.
»Ihr Schicksal ist nicht meine und auch nicht deine Sache! Bedenke, was du heute werden sollst. Ein Bräutigam muß versöhnlich sein!«
»Sihdi, würdest du den Delyl bei dieser Hanneh machen?«
»Ja, wenn ich ein Moslem wäre.«
»Herr, du bist ein Christ, ein Franke, mit dem man von diesen Dingen reden kann. Weißt du, was die Liebe ist?«