»Abu-Seïf.«

»Allah akbar! Verfolgt dich der Schurke?«

»Er ist mir ziemlich nahe.«

»Und viele andere?«

»Sie kommen zu spät.«

»So bleibe mir fern und fliehe immer gerade aus über Berg und Thal.«

»Warum?«

»Du sollst es sehen.«

»Ich muß erst zu dir. Gieb mir meine Waffen!«

Im Vorüberreiten wechselten wir die Gewehre; dann versteckte sich die Wüstentochter hinter einem Felsenvorsprung, ohne mir zu folgen. Jetzt erriet ich ihr Vorhaben: sie wollte Abu-Seïf zwischen sich und mich bringen. Er erschien nach einigen Augenblicken oben auf der Höhe. Ich ließ mein Tier mit Absicht etwas langsamer gehen und bemerkte, daß er nun seinen Eifer verdoppelte. Während ich die nächste Bergeslehne erklimmte, galoppierte er drüben herab und quer über die Senkung herüber, ohne aus den Spuren zu bemerken, daß ich nicht allein da gewesen war. Als ich den Gipfel erreichte, sah ich auf der Höhe hinter mir bereits noch einige Verfolger, und tief unten hatte sich meine Gefährtin nun auch in Bewegung gesetzt. Ihr Vorhaben war ihr gelungen: Abu-Seïf befand sich zwischen uns; und da sie das zweite Kamel nicht mehr am Halfter führte, sondern frei nachlaufen ließ, so mußte er sie, wenn er sich umsah, für einen meiner Verfolger halten.