»Du vermagst es!«

»Wodurch?«

»Das kann ich dir bereits jetzt sagen. Du bist nicht nur ein Hekim, sondern auch ein Offizier.«

»Weshalb vermutest du dies?«

»Ein Hekim oder ein Mann, der Bücher schreibt, würde es nicht wagen, mich ohne die Begleitung eines Konsuls zu besuchen. Du hast ein Bu-djeruldi des Großherrn, und ich weiß, daß der Padischah zuweilen fremde Offiziere kommen läßt, die seine Länder bereisen müssen, um ihm dann militärischen Bericht zu erstatten. Gestehe es, du bist ein solcher!«

Diese irrige Ansicht konnte mir nur von Vorteil sein, und es wäre sehr unklug von mir gewesen, sie zu widerlegen. Ich wollte aber auch nicht lügen und darum drechselte ich folgende diplomatische Phrasen:

»Ich kann es nicht gestehen, o Pascha. Wenn du weißt, daß der Padischah solche fremde Offiziere sendet, so hast du wohl auch gehört, daß dies meist im geheimen geschieht. Dürfen sie dieses Geheimnis verraten?«

»Nein. Ich will dich gar nicht dazu bereden, aber du wirst mir dafür dankbar sein. Das ist es, was ich vorhin meinte.«

»Womit kann ich dir meine Dankbarkeit beweisen?«

»Wenn du aus den Bergen von Kurdistan zurückkehrst, werde ich dich zu den Arabern von Schammar senden, besonders zu den Haddedihn. Du sollst ihre Gebiete bereisen und mir dann melden, wie ich sie besiegen kann.«