»Sehr gut, sehr schön, o Emir!«
»Wo hast du gedient und gekämpft?«
»In allen Ländern der Erde.«
»Ah! Nenne mir diese Länder.«
»Wozu, Emir? Es würden mehr als tausend Namen sein!«
»So mußt du ein berühmter Buluk Emini sein.«
»Sehr berühmt! Hast du noch nichts von mir gehört?«
»Nein.«
»So bist du sicher in deinem Leben noch nicht aus dem Lande fortgekommen, sonst hättest du von meinem Ruhme gehört. Ich muß dir zum Beispiel einmal erzählen, wie ich um meine Nase gekommen bin. Das war nämlich damals, als wir vor Sebastopol gegen die Moskows kämpften; da stand ich im dichtesten Kampfgewühle und erhob grad meinen Arm – – –«
Er wurde unterbrochen. Mein Rappe konnte jedenfalls den Geruch des Esels nicht ertragen; er schnaubte zornig, sträubte die Mähne und biß nach dem Grauen des Buluk Emini. Der Esel erhob sich vorn, um dem Bisse auszuweichen, drehte sich dann zur Seite und riß aus – ja, es war keine Flucht, sondern ein wirkliches Ausreißen. Es ging über Stock und Stein, uns voran; der kleine Buluk Emini konnte sich kaum auf dem Rücken des Esels erhalten, und bald waren beide aus unsern Augen verschwunden.