»Warum verfolgt man euch? Des Glaubens wegen?«
»Denke dies nicht, Emir! Dem Mutessarif ist der Glaube sehr gleichgültig. Er hat nur das eine Ziel, reich zu werden, und dazu müssen ihm bald die Araber und die Chaldäer, bald die Kurden oder die Dschesidi verhelfen. Oder meinst du, daß unser Glaube so schlimm sei, daß er verdiene, ausgerottet zu werden?«
Auf diesem Punkt wollte ich den jungen Mann haben. Von ihm konnte ich erfahren, was der Pir mir noch nicht gesagt hatte.
»Ich kenne ihn nicht,« antwortete ich.
»Und hast auch noch nichts über ihn gehört?«
»Sehr wenig, und dieses glaube ich nicht.«
»Ja, Effendi, man redet sehr viel Unwahres über uns. Hast du auch von meinem Vater nichts erfahren oder von Pali und Melaf?«
»Nein; wenigstens nichts Hauptsächliches; aber ich denke, daß du mir einiges sagen wirst.«
»O Emir, wir sprechen nie zu Fremden über unsern Glauben!«
»Bin ich dir fremd?«