»Er bringt dir Glück, das verspreche ich dir!« antwortete ich.

»Dein Roß ist hier, das schwarze,« fuhr er fort, »aber wo ist dein Schild mit dem Karfunkel, dein Panzer, dein Helm, deine Lanze, dein Säbel?«

»Höre, was ich dir sage! Ich bin der fremde Krieger, welcher bei Mohammed Emin gewesen ist, aber ich stieg nicht vom Himmel herab. Ich komme aus einem fernen Lande, aber ich bin nicht der Seraskier desselben. Ich habe nicht goldene und silberne Waffen gehabt, aber hier siehst du Waffen, wie ihr sie nicht habt, und mit denen ich mich vor vielen Feinden nicht zu fürchten brauche. Soll ich dir zeigen, wie sie schießen?«

»Sere ta, Ser babe ta, Ser hemscher ta Ali Bey – bei deinem Haupte, beim Haupte deines Vaters und beim Haupte deines Freundes Ali Bey, thue es nicht!« bat er erschrocken. »Du hast die Rüstung, die Lanze, den Schild und das Schwert von dir gelegt, um diese Waffen zu gebrauchen, die vielleicht noch viel gefährlicher sind. Nezanum zïeh le dem – ich weiß nicht, was ich dir geben soll; aber versprich mir, daß du mein Freund sein willst!«

»Was kann es nützen, wenn du mein Freund wirst? In deinem Lande giebt es ein Sprichwort, welches lautet: ›Dischmini be aquil schi yari be aquil tschitire – ein Feind mit Verstand ist besser als ein Freund ohne Verstand.‹«

»Bin ich unverständig gewesen, Herr?«

»Weißt du nicht, daß man einen Gast begrüßen muß, zumal wenn er mit einem Freunde kommt?«

»Du hast recht, Herr! Du strafst mich mit einem Sprichworte; erlaube, daß ich dir mit einem andern antworte: ›Betschuk lasime thabe ’i mesinan bebe – der Kleine muß dem Großen gehorsam sein.‹ Sei du der Große; ich werde dir gehorchen!«

»Gehorche zunächst meinem Freunde Ali Bey! Er wird siegen, und deine Türkenflinten sind dir dann gewiß.«

»Du zürnst? Verzeihe mir! Ser sere men; bu kalmeta ta siuh taksir nakem – bei meinem Haupte; um dir zu dienen, werde ich nichts sparen. Nimm diese Trauben und iß; nimm diesen Tabak und rauche!«