Das Tier sprang auf. Es stand. Es spreizte langsam die Beine, schob die Ohren zurück und hob den langen Rüssel ganz wagrecht.

Da ließ er, während alle anderen starr gebannt steif zuschauten, den Stahl fallen und strich andächtig und bewundernd den Rüssel mit der Hand entlang und hob ihn hoch, daß das weißliche Rosa des Mauls, das gleich einer fremden von Überreife angefaulten Frucht zwischen der harten Seltsamkeit der elfenbeinenen Hauer lag, aufklaffte. Dahinein legte er die Hand. Der Pulcinell brachte unter Bücklingen Zucker und legte sie in den untersten Rüssel. Der Elefant bog sie mit schlangenhafter Windung in das Maul.

Dann warf er wie einen Springbrunnen den Rüssel hoch und schoß überraschend und plötzlich einen so ungeheuren dunklen und wilden Schrei gegen die Menschen, daß sie einen Augenblick alle schwiegen.

„So . . . gefällst du“, sagte der Maler und steckte den Säbel ein.

Das Gesicht des Führers blieb über den Verbeugungen unbewegt und verächtlich wie bei seinen Sprüngen.

Es lag den Abend ein gewaltiger Druck auf der Landschaft.

Sie waren, als die Sonne sank, heiß und verstaubt, ein schmaler Zug, die Ebene hinuntergezogen. Sie flossen ein dünnes Gerinnsel durch das vergilbte Gras und verschwanden grau und wie ein Punkt.

Am späten Mittag saß die Pflegende bei dem Maler, der auf einem Schaukelstuhl lang lag und rauchte. Sie schwiegen lange Zeit.

„Können Sie sich den Urwald vorstellen“, fragte er. Sie lächelte: „Nein —“

„. . . den Rand des Urwalds, Schwester. Ein Elefant reißt Lianen auseinander, erscheint. Die Sonne schwingt auf, rot. Er schreit ihr entgegen . . . Und hier: o Müdigkeit . . . o Müdigkeit . . .“