Eine Kette wie von ausgelaufenem Öl . . . die Schuppen, die den Fluß gürteten. Schiffe schwankend zum Meer und zurück, Herden, die brüllend aus den Weiden zum Wasser stampften . . . ein großes Tagewerk. Langsam schritt er hinunter. Was blieb noch?

Er ließ die Äxte Jahre gegen den Urwald trommeln. Feuer qualmte am Horizont. Menschen eroberten sich Erde, Acker. Es geschah mit Ruhe. Er verließ sein Haus nur zur Jagd. Sein Auge verschleierte sich langsam. Er lehrte den Sohn, den Wolf auf die glühenden Augen schießen. Eine Erkältung schlich ihm von den Beinen gegen die Brust. Er stemmte sich etwas dagegen. Dann lag er ruhig, als er sah, daß es nutzlos war. Er ließ das Bett herumstellen. Sein Scheitel stand zum Fluß. Sein Auge sah in die Landschaft. Bis an die Grenze der Wolken getürmt alles sein Werk. Er hob die Hand über die Brauen. Die Silhouette des Urwalds war zurückgewichen. Er sah sie nicht mehr. Dies wurzelte. Was blieb? Der Tod.

Er wartete acht Tage. Die Wolken staffelten Terrassen und flogen blitzend. Sein Herz begann zu schmerzen. Aber mit den Schmerzen löste sich der Bann und die ungeheure Treibkraft brach auf, und besinnungslos überfiel es ihn vor Angst des Todes. Das Quellende, Heiße, das was flatterte und sich bäumte, hob sich innen gegen dies kalt werdende Fleisch. Niemand kam zu ihm. Allein

lag er stöhnend, wünschend. Dazwischen fluchte er, kämpfte mit aller Kraft. Er nahm ein Tuch und band es sich um das Kinn und den Kopf, daß er keinen Laut gebe. Aber seine Lippen sprengten sich auf und stöhnten: „Jardins . . . du . . . palais . . . royal. — — —“ Es war das Lied der Hure.

Aber auf der Spitze des Schmerzes fiel das Weh in sich selbst zusammen. Er ließ den Sohn rufen. Sein Gesicht war klar. Er lebte noch einen Tag. Als der letzte große Griff gegen das Herz ging, flüsterte er: „Der Biberplatz“.

„Ich verstehe dich nicht“, sagte der Sohn.

Der erste Abschnitt

Der schlief mit einer Dänin mit gelbem Fjordhaar. Er lebte ruhig, stiller als Männer, die seinen Stand hatten. Er kannte keine anderen Frauen. War rundherum sicher, wußte, was er tat. Als der Bogen beendet, starb er mit gleicher Ruhe, wie er dagewesen. Sein Sohn glich ihm genau. Er hinkte mit dem linken Fuß, hatte blaue Augen zu dunklem Haar. Der Besitz wuchs, indem er ihn erhielt. Er hatte drei Söhne, einen erschlug der Blitz, der andere schoß sich vor den Kopf. Der Letzte blieb. Er spielte am Strand, war träumerisch und ernst. Sie lebten nach innen in der ganzen Linie. Nichts stieß sie aus dem Kreis heraus, den Landschaft, Erdgeruch, Besitztum um sie schlug. In der Pause erholte sich die Generation, schöpfte Atem, schluckte nach innen, in sich hinein.

Als Daisy die Mutter verließ, flaggten die Schuppen bis Quibec, pfiffen die Dampfer Schleifen und Spitzen bis zu den Großen Seen. Die Sonne schlug durch den Zenith. Am Abend starb die Mutter.

Der Vater trat ins Zimmer, duckte den Nacken etwas, schwieg. Schalen flammten in kurzer Nacht,