Blick. „Es würde an Syg liegen.“ Sie war stehengeblieben, etwas drängte ihn zurück, das hartnäckig tiefer herkam als die gleichgültige Frage. „Wenn es nicht an Syg läge . . .“ „Es würde wohl an Syg liegen . . .“ Da entfaltete sich ihre Stirn, hochmütig, sie gab es preis: „Sie irren Papa . . . aber — wenn sie Daisy schlüge und es läge nicht an Daisy . . . oder: es läge selbst daran.“ Die Frage schwebte zwischen ihnen, erhielt langsam Spannung. Vaudreuil sah die Wange, die ihm sich entgegenreckte. Sah kurz zu Boden. „Ich ordne es.“ Sie glitt zur Seite. Er ging hinein. Gegen Mittag fuhr das Auto vor. Die Gouvernante darin, Brown stieg zu, winkte an der Ecke. Die geröteten Handgelenke stiegen hoch, die Manschetten waren auf der Flucht.

Syg lief ein Stück nach, schwenkte eine Pfeifenstrauchrute. „Ich wollte noch sagen, es ist das gleiche: ich und Syg.“ Daisy sah auf ihre Nägel. Vaudreuil fuhr mit der Hand hoch, als ob er gähne: „Es ist nicht das gleiche. Aber du kannst es dafür halten.“ Sie sah nicht auf. Nach drei Tagen, als das Auto einfuhr, brachte Brown ein blondes Geschöpf, zitternd vor Angst, voller Hingebung, dünn an Organ und Haltung. Sie erschrak heftig vor Daisy, verehrte das Kind, war hilflos, gefällig. Diese Güte belästigte Daisy. Sie verachtete dieses Wesen ein wenig und bemitleidete es dunkel. Ein junger Mann tauchte

später auf, lehrte alles, wußte alles, trug ein Pincenez auf kleiner Nase, zog einen steifen Kordon um sich, den seine korrekte Tätigkeit umschloß. In allem übrigen blieb er entfernt.

Die Mähder gingen im Blau des Damms wie im Himmel entlang. Kühe dampften vor den Wagen. Als der Stier brüllte, rasselte der Horizont es rundherum wie ein fliegendes Gong. Tausend kleine Blitze schossen im Gras die quer. Sie gingen über die Biberwiesen. „Syg, waren es Chipeways . . . sag.“ „Chipeways.“ Sie starrte in das Summen der Hitze. „Fahren sie lange auf den Flößen?“ Syg dachte an die Nurse: „Zwei Monate,“ sagte sie unsicher. Daisy zog einen Halm durch den Mund, kaute, schwieg.

Die Arme auf dem Rücken schlenderte sie vor die Nurse: „Du . . . du . . . ei, habe ich Chipewaysblut ein wenig von früher?“ „O . . . o . . . do . . . Daisy . . . das sind Hurons.“

„Aber sind diese größer?“ Kopfschütteln. Sie ging.

Ging sofort in das Büro, stellte sich neben die Ledertür an die Wand, lautlos. Der Sekretär raffte zusammen, knickte ein, ging. Ein Vorstand kam, referierte, ging rückwärts hinaus. An zwei Stenotypistinnen erging ein niederprasselndes Diktat. Eine Kommission trat ein. Da sah sie Vaudreuil. Sie ging sofort bis an den Tisch, legte die Hand darauf, sprach. Vaudreuil kniff die Mundwinkel ein, um kein

Zucken zu verraten, nur die Lider blinzelten. „Du hast es von beiden, durch Mütter und Väter.“ Sie blieb stehen: „Syg hat auch von Chipeways.“

„Aber du hast edleres.“

Da errötete sie, ging eilig, sicher hinaus. Sagte Syg nicht, daß sie edleres habe. Liebte Syg über jedes Schweigen hinaus, wie nichts.