In dem weißen Morgen saßen die anderen Frauen, starr und ohne Laut an der Küste, warfen die langen Schnüre nach Raubfischen in das brodelnde Wasser, und die großen gelben zurückkehrenden Stangen ihrer Angeln stellten sich wie ein Gitter vor den kühlen Wind des Horizonts.

Aber als wir anlegten, liebte ich Jessie nicht mehr.

Am vierten Tage, als wir ausfuhren, sprangen die Glocken langsam um den See, aber wir fuhren mit eigener Musik. Auf weißen Planken, spiegelnd vor Lack, lag Sonne und beschien die zusammengerollten Katzen. Wir fuhren mit dem Wind. Das weiße Segel lag ausgelassen weit hinaus, dagegen standen andere Frauen gelehnt, wie vor dem Himmel hingewachsen, die langen schlanken Beine auf der Rahe zärtlich schaukelnd.

Es gab geringen Wind und in die schönen Tiere stieg die große Trägheit. Sie wurden still und schöner und hatten halbgeschlossene Augen. Trauben flogen geworfen zueinander. Ellen erkletterte den Mast. Sie trug Sandalen, deren gekreuzte Schnüren weiß über ihrer braunen Haut gegen das Knie hinaufliefen. Sie saß auf der Gaffel und blies Flöte, von dem aufbauschenden Segel gegen das leichte Blau getragen.

Dann, wie die Brise anlief, kam ein fremder Racker auf uns zugeschossen, frecher Sperber, kreuzte, feixte, die Rollen liefen knirschend, sein gestreiftes Segel zuckte gierig. Er legte parallel, ein Mann stand in weißen fliegenden Hosen breit am Bord und photographierte uns siebenmal.

Wir kannten das Segel.

Das war die Fürstin.

Aber ich hatte sie noch nicht gesehen.

Das Blut stieg mir langsam in die Augen.

Wir kreuzten ein wenig, bohrten gegen ihn los. Dann schwenkt die Ruderpinne einen Riesenkreis: einen Herzschlag lang liegen wir Bug an Bug, unsere Spitze deckt sein Steuer. Einen Augenblick geigten die Stricke aufeinander mit gläsernem Ton. Bauschend in dunklem Gewühl sanken die Segel ineinander — — — ich reiche beide Hände hinüber.