Offiziere hoben die Hände, bestürmten ihn: „Teilung der Beute . . . Ruhe . . . Soldaten . . . die Sklaven seien ausgelaugt.“
Las Casas stemmte sich hoch: „Wir fahren!“
Sie fuhren in einem dumpfen Schweigen.
Niemand sprach.
Sieben türkische Caramuzzals waren erobert worden, auf die Soldaten verteilt wurden. Die Gefangenen mußten rudern. Ein Schiff trug den Harem.
Als sie den ganzen Morgen gerudert hatten, sprangen den Leuten Arme und Lippen auf. Die Sonne brannte einige tot. Doch sie wimmerten kaum.
Weißglühende Wut schwelte in den Augen der Soldaten.
Las Casas saß auf dem Vorderdeck, wo der Wind ihn zuerst kühlte. Die Leiche Yousouf Bassas lag neben ihm. Seine Augen weilten manchmal auf ihr, dann sogen sie sich wieder glühend, brennend in den Horizont fest. Er freute sich über die Tat. Aber er begriff nicht mehr, daß er über Juana weggesprungen sei wegen ihr. Er fühlte sie so um sich, als könne er ihre Umrisse mit den Händen fassen. Es war unmöglich — wie konnte es sein, lachhaft und kindisch? — daß er sie dreimal verschmäht hatte. Er blickte auf den Toten. Es war doch so. Doch er verstand die Wichtigkeit dieser Tötung nicht mehr.
Offiziere baten ihn, das Tempo des Ruderns zu mäßigen. „Die Leute verrecken vor Durst. Die Zungen kriechen ihnen wie böse Tiere aus den Mäulern,“ sagte heftig der junge Offizier.
Las Casas ließ ihnen die letzten Rationen austeilen. Das Tempo blieb das gleiche. Es ward Nachmittag.