Die Wagschale saust in die Höhe. Dein wahrer Kopf kommt herauf. Ich sprenge die Zeit von deinem Mund, deinem Auge. Breche es auf bis ins Blut. Dein Gesicht kommt herauf. Ist da. Ist da. Ich sehe jede Spur deines Körpers, wie an dem Tag, da du tanztest.

Zwei Tage werde ich dein von innen mir zugewandtes Gesicht sehen wie den segelnden Mond. Ich will dir den Abgesang bereiten, meine Freundin.

Du wirst die schönste sein auf dem Wege von der Geliebten zu der Kameradin, und das Geheimnis wird sich in dir bestätigen von der späten Freundschaft mit den Frauen, an deren Brust wir von der Pilgerfahrt wie an der Mondflamme uns golden ausgeruht.

Dein Schritt wird als ein Echo irgendwo lauschend stehen. Aus jedem Spiegel wird unserem eigenen dein tragischer Stolz entgegenschnellen und verschwimmen. In großer Brandung wird dein Gedanke mich treffen.

Selbst unsere seltene Ruhe wird durch dich schwebender und gleich einer Ballonfahrtschleife, deren Klarheit die Geräusche des Bodens in der Ahnung nur steigert, aufglänzt, hebt.

Jedermann weiß, was das Summen einer Goldfliege an Ungeheurem ist in einer Sommerkuppel. So warst du.

Als du kamst, sangen die Hunde dir zu in ihren Träumen. Die Sarabande der Sturzbäche machte eine silberne Wolke hinter dir, und dein jungfräuliches Herz verlangte nichts andres, als guten Saft deines Lebens meinem Eindringen entgegenzutreiben.

Und siehe:

Dennoch . . . . . bringst du Unheil über mich und alles, was ich tue.

Schon im Sommer barst der Riemen, verlor ich die Wette, kenterten wir beim Halsen, mißlang eine Arbeit von drei Jahren. Heute nacht sprang meine Uhr, raste ein Wecker, kam ein Todtelegramm. So vieles schon treiben die wenigen Stunden herauf, seit ich deinen Geruch wieder spüre. Wird morgen der Sprung vom Skihügel meine Knochen zerknacken, wird mein Schlaf mir entzogen, erkrankt meine Niere, wird der Geliebte der Midussi, weil sie noch bleibt, der Locke inmitten ihrer Stirne halber, am Bahnhof mit dem Revolver mir auflauern, mich erschießen?