Das Grün des Sees wird uns verfolgen durch den Pferdeschaum und die Spaliere der Fichten, die auch in der Rotglut des Herbstes die Erinnerung deiner Anmut manchmal noch tragen, wird versprühen am Bleihimmel und zuletzt wird ein geringes davon über der Braue der Frau sein, die schweigt:
wie fern ist mir davon selbst das Nächste, aber wie grausam ist Glück.
Du wirst es hören, jeden Laut, wenn ich von dir rede.
Sommer steigt von der Alpspitze golden herab. Die Sonne schwenkt prasselnd Glut aufs Heu. Die weißen Krokus sind nicht zu fassen in der Fülle.
Du hörst, Uga, wo auch immer du, wenn das Wasser du abtatest, vorziehst die Pause deines Daseins in unserem Bezirk zu verbringen:
Ob du durch Stadtpaläste feierst, auf westlichen Schlössern vor einbrechenden Horden nachts fährst . . . . . . kein Laut, wenn ich rede, der dir entginge, den du nicht schmeichelnd empfindest. Wir sind nicht getrennt. Du nimmst alles auf, wie immer, die schmalen Lippen wenig verschoben, den Kopf auf dem kräftig gegossenen Halse kaum wiegend, manchmal nur nickend. Nie gab ein Gott einer Diana so viel von einem Kinde.
Ich träume nun, allein jetzt auf den Matten, in die Hände, wo du seist:
Jagst du nackt vor Männermeuten skiernd nach Kautokeino mit hell schreiender Gurgel? Wälzt du in Osorisschnee das erglühte Gesicht? Funkelst mit nächtlichen Lanzen den Okzident ab der Sehnsucht? Schwingst auf Delphinen durch violetten Abendhimmel? Bläst ein Horn auf den Sternbögen?
Uga.
Wie gleichgültig dies Rätseln. Es war. Es bleibt. Welches Glück!