Mit vier Jahren warf Billy einen Stein nach dem Prinzen Schlitz-Glitsch, der auf der Wiese das Strumpfband einer deutschen Aristokratin zu befestigen suchte. Der Prinz fuhr herum, begann zu lachen und schenkte ihm fünf Mark, was den erbleichten Vater so erschreckte, daß er zwei Schritte gradaus machte und in strammer Haltung, die Mütze auf der flachen Hand: „Wir treten zum Beten vor Gott den Gerechten . . .“ zu singen begann.

Mit neun Jahren riß Billy aus, indem er sich an ein Auto hängte, was erst in Karlsruhe entdeckt ward. Ein Gendarm brachte ihn zurück. Gestraft wurde er nicht, der Portier ließ eine fast furchtsame Verwunderung spüren.

Mit zehn Jahren leierte Billy eine lebende Katze am Schwanz in den Kastanienbaum und sagte das Vaterunser auf, während er im Kreis der Gehöftkinder Steine nach ihr warf.

Da der Pastor selbst ihn am Ohr herunterschleifte, machte die übermäßige Angst dem Portier Mut, das Ende einer Komödie zu finden, in der nur sein Respekt ihn hinderte brutal zu sein. Er schrieb einen Brief nach Kowno, in dem er alles aufzählte und sich der besten Gnade empfahl.

Einige Wochen später, als Billy im Bett lag und auf die Mondkringel lauerte, die durch die Alleen strömten, fuhr ein Wagen herauf, es wurde angeklopft, geöffnet, eine Stimme rief „mein Sohn“, stieß die Tür auf, kam her, von einem möderischen Lachen umschwungen, und nahm ihn aus dem Bett.

Die Nacht schaukelte Billy auf den Knien des Fürsten Wolkowski, der ohne Unterlaß redete, der Portier sollte Tee machen und von seiner Frau erzählen, aber er kam immer in die Jahreszahlen der Porzellankabinette hinein und kaute wie mit dem Mund einer Rüstung schnarrend und sinnlos. Am Morgen nahm Wolkowski seinen Sohn mit.

Er schob dieses Niveau, das ihm seiner Mutter nach vielleicht gelegen hätte, als durch die Ereignisse überholt und des Kindes Blut offensichtlich nicht entsprechend, rasch von ihm weg, um es einer markierteren Zukunft entgegenzuführen.

„Lebewohl“, schrie er dem Portier zu, doch er war nicht zu finden, erst wie sie rasch das Haus verließen, trat er in den Alleegang, als der Wagen schon lief, vermochte kein Wort zu sagen, sondern blieb stehen, warf die Arme „Präsentiert das Gewehr“ und den Kopf „Augen links“. So fuhren sie an ihm vorbei, Billy winkte mit einem Tuch.

Wolkowski lehrte ihn auf der Fahrt noch, daß er unter allen Umständen keine Mutter habe und brachte ihn nach Gerolsheim in ein Pensionat. Er behielt seinen Namen, nur wurde ihm der Vorname Wolkowskis, Harion, hinzugefügt, man nannte ihn Harri. Wolkowski war ein ungewöhnlich schöner Mensch mit kleinem dunklem Bart am Kinn und einer Kante an der Stirn, die sein Interesse am Kleinen mit einem Wachsein für ein langes und weitgespanntes Dasein verband.

Ein Jahr später übersiedelte Harri, der seinen Vater nicht mehr sah, auf seinen Wink in die Odenwaldschule, wo er zwei Jahre lebte mit beiderlei Geschlecht, wilden Mädchen und klugen Jungen und einer Erziehung, die ihm Freiheit des Geistes als oberstes Merkmal pries.