In das hellere Licht der Tore tauchten gespenstisch die ersten Gesichte.
Wagen rollten heran in breiter Linie, vor jedem vier Büffel gespannt, deren weiße Augen blänkerten in den Fackeln und Scheiterhaufen. Sie ebbten in Wellen heran, die wilden Nacken gebeugt, haltlos, verschwindend gegen die Mauer, immer neue Reihen aus dem Dunkel hinter sich in die Helligkeit nachreißend, es war kein Ende zu sehen des schwarzen Heeres und des Deichselgedröhns.
Da aber barst eine Lücke, Tiere schnaubten, ein Zelt entstand zauberhaft.
Fünf weiße Fahnen kamen angetragen und erstarrten in der Luft. Zwei Neger mit bunten Fahnen, bewimpelt den Schaft bis zum Ende, pflanzten sich davor. Mönche hinter ihnen fielen in zwei Reihen ins Knie, eine Gasse, die Köpfe zueinander.
In einer Scharlachweste und gespitztem Wollhut stand ein Geistlicher hinter ihnen, sein Kopf leckte noch nach dem Licht. Hinter Bedienten schritt ein Gouverneur, auf weißen seidenen Hosen die goldgestickte Weste von blauem Atlas.
Da hoben sich Speerträger, oben die Spitzen voll Gold, blutrote Troddeln rauschten fallend herab, ihre Füße standen im Gegenrhythmus der ganzen Bewegung, noch im Dunkeln halb befangen, eine Woge, die sich überstürzt. Aus ihren Schatten schon formten sich die Elefanten. Sie türmten gewaltige Leiber in die Flammenscheine, die wie eine Meute auf ihre Flanken stürzten.
Es war eine Mauer. Aber ein Schrei durchbrach sie.
Ungeduldig drängte ein anderer Elefant vor. Mit poliertem Haken riß ein schlanker Prinz seinen Hals, über dem ein Diener einen goldenen Schirm hielt.
Noch einmal schrie er, da hielt der Elefant.
Von dunklem Samt sprang der Reiter, warf die Schuhe zur Seite, sprang, allein, vor bis zum Tore und warf sich aufs linke Knie.