Vor ihm standen eingebaut in die Mauer groß und gewachsen aus Stein zwei Bilder: Thasiamis, mit der Feder in der Hand aufschreibend Gutes und die Laster . . . . . neben ihm das kniende Weib Masumdera, deren hohle Hand, die Welt schaukelnd, sie schützt bis zum letzten Tag, wo sie sie aufhaut wie eine Frucht.
Kaum aber berührte des Prinzen Knie den Boden, schon fuhr es zurück.
Er verschwand.
Der Abt kam nicht die Nacht.
Über dem Singen der Weiber auf der Ebene um die brennenden Sandelhölzer rauschten Raketen über den Himmel, zogen tiefe goldene Furchen und zerstoben in großen traurigen Strähnen, die schön wie Haar auf die Dächer des Klosters sich senkten. Riny am Fenster die ganze Nacht, flog auf mit jeder, sank mit jeder zurück. Am Morgen war ihr Herz unruhig, sie öffnete das Fenster und hielt ihre Brust und den Kopf in den leise wehenden Wind.
Durch die Allee ging sie hinunter, unruhiger noch, weil sie den Abt nicht fand, der nie außer der Woche ihrer Schmerzen bei ihr fehlte.
Sie trat um die Ecke der Säulenhalle.
Da kam in dem Gang der Prinz auf sie zu.
Sein Auge berührte sie, es war schöner wie das jenes Fürsten, der sie streifend in einer Stadt anhielt vor Bewunderung. Es war süß und grausam wie eines Panthers. Er ging auf sie zu mit federndem Schritt, aber kurz vor ihr drehte er ab.
Sie lief drei Schritte und sah um den anderen Säulengang. Am Ende stand der Abt, die Arme geöffnet. Der Prinz ging auf ihn zu. Sie waren beide prächtig gekleidet und umarmten sich. Sie stand und sah, als die Säulen sie schon von ihr trennten.