Sie ließ sich nieder, dem Augenblick verwebt in wundersamem Verschmelzen. Kein Gedanke durchbrach ihr Hirn. Ihr Herz saugte sich voll der Landschaft. Sie hörte das Ticken des Geländes, den Jubel einer Amsel. Sie sah den Himmel über sich wogen, daß es kein Ende nahm.
Dann begann der Boden unter ihr zu schwingen wie eine Welle. Ein dunkler Fels warf Schatten über die Landschaft, türmte sich und nahm das Licht von ihr. Ein Elefant in großen Sprüngen durchschoß die Gegend und hielt bei ihr.
Sie sah nicht auf.
Sie sah das Ganze des Tages um sich fluten und schwang mit ihm in einem gleichen Strom. Die Ebene drang in sie ein, als ob sie sie besäße, und durchhallte ihr Blut mit einem warmen Geborgensein. Ihre Seele ging auf. Sie wußte ihren Namen nicht mehr, nicht ihre Heimat, schon vergaß sie den letzten Tag. Ihre Augen, die größer wurden, erschauten zum ersten Male wieder die Welt.
Jede Blume um sie wuchs ein ungeheures Wunder in ihren Sinn. Eine Eidechse ließ sie die Hände schlagen vor Entzücken. Der große Himmel über ihr aber sog sie auf in sein Wogen wie einen kleinen Klang in sein unsterbliches Rauschen.
Als die Schatten über sie fielen, zogen ihre Brauen sich zusammen.
Der Prinz wartete eine Weile.
Dann kniete der Elefant, daß das Land unter ihm sich bewegte vom Andrang seines warmen Bauches.
Dann hob sich ihr Kopf, ihr Blick kam und riß ihn herunter.
Mit beiden Armen trug er sie in seinen Sattel, bewegt vor Zittern, die heißen Augen wie Samt, schreiend.