Sie wandte den Kopf.

Ein Mann kam auf sie zu, hielt und ging weiter.

Sie warf ihm einen Blick zu, den sein schräges Auge faßte, das gewölbt lag unter den ungeschorenen Haaren. Die Kette hing um seinen Hals, er trug aus Seide das gelbe Kleid der anderen Priester.

Sein Blick zerschnitt ihr Gesicht, als er sie streifte. Aber ihr graues Auge hob sich ruhig gegen ihn.

Einen Augenblick zuckte der Fächer, mit dem seine Hand sich Wind zuschlug. Einen Augenblick streifte gelähmt sein Fuß. Dann trug sein Gang ihn weiter. Noch in der fallenden Dämmerung sah sie ihn ungenau eintreten durch ein Tor.

Noch aber war es nicht ganz dunkel, als er zurückkam. Ihre Pupillen sahen ihn schon von weitem durch die Schatten. Sie lächelte.

Er zog sie an der Hand, flüsternd, hochmütig, hinein in das Kloster.

Auf Treppen folgte sie seinem Schritt von Terrasse zu Terrasse. Viele Priester begegneten ihnen. Aber keiner sah auf, kein Ohr gab acht auf sie. Leise murmelnd, die Blicke gesenkt, gingen sie ihnen vorüber. Durch eine Allee des obersten Pyramidensockels erreichten sie den Gurt der Türme.

Der Führer öffnete die Türe an einem. Er zog sie hinein . . . . . über eine Treppe, sie stand in einem Zimmer, von allen Seiten voll Licht. Farbene Felle lagen darin, geschliffenes Glas hob die Wände. Aus porzellanenen Schalen wehte dünn das Rosenöl.

„Bin ich gefangen?“ fragte Riny gleich.