Das Telephon weckte mich, ich lief ins Badezimmer vor Verwirrung, dann legte ich mich nieder.

Ich nahm den Hörer vom Tisch, ich hebe ihn an mein Gesicht. „How do you do?“

„Falsch verbunden.“

Ich hänge ein. Es schellt von neuem.

„C’est le portier qui parle.“

Ich fluche, ich rufe ins Telefon, er möge verplatzen.

Eine andere Stimme kommt, aus Nebel süß und weich: „Kan jag få tala med Nr. 417?“ Ich streckte mich lang aus im Bett. Ich zitterte am Körper. Ich bin Nr. 417.

Ich will die Stimme noch einmal hören, ehe ich sie für immer verliere.

Sie wiederholt. Ich genieße es lange. Dann antworte ich; wie klanglos meine Stimme. Ich antworte nur, was sie sagt: „Ja, Fröken Ebba, ich vergesse die Bücher nicht zu senden, ich küsse die Hände.“ Da geht die Leere ins Telefon. Doch sie ist noch da, ich weiß, ich spüre es. Ich sehe sie dastehn mit dem weißen Gesicht, erfroren am Mund, und lauschen.

Doch ich darf nichts anderes sagen, ich muß es fallen lassen, wenn es mich auch vernichtet. Ich habe stets gedacht, dies sei ein heiliges Haus. Ich will keine Verwirrung in diesem Haus.