Ich zahle alles damit ab.

Ich büße jeden Tau, der mich in Barsebäck erfreute. Ich büße die Vögel, die mir eine Lust sind zu hören. Ich büße meine graden Glieder. Und daß, wenn Menschen in meiner Macht waren, ich meistens sauber und verantwortungsvoll war. Ich büße alle Tage mit Frauen und meine schönen Jugendjahre. Auch daß ich gläubig bin im Grunde und ungern unrecht tat. Ich büße mich selbst, wer kann es mir wehren, ich zahle das Schicksal, es nahm sich gutes Honorar.

Es gibt so viele Dinge noch, auch die schlechten, wenn ich mich besinne, die ich zahle, es gibt so vieles, was ich alles büßen kann.

O Gott, wie vieles muß ich heute über mich denken, ich bin es nicht gewohnt, ein Stein ist in mich gefallen, ich kann es kaum ertragen, was sich anschwemmt an den Ufern. Ich fasse an die Schläfe, ich ertrage es kaum.

Ich schüttle Cederström, führe ihn bis ans Heck, setze ihn neben mich auf die Bank und halte ihn gerade. Ich schreie ihm ins Ohr:

„Habe ich keine Zähne mehr, Hochstapler, haarlos, kein Geld, keine Frauen, verrecke irgendwo, o wie denke ich, glaub mir, verdammt, wie denke ich: waren diese Tage blau, Borgeby hatte viel Sturm, Bjerred ein gelbes Segel im Mittag drin, Sivs Schultern, welch hinreißend schöner Gedanke in solcher Aufmachung gedacht, lache nicht, Cederström: die Pomade ihres Haares.

Wenn ich sterbe aber, Cederström, gibt es nur einen Gedanken von heut ab: wie habe ich diese Frau geliebt und wußte es nicht.“

Ich sehe hinaus auf das Meer, wie glatt, wie zahm. Ich kann Cederström nicht halten, er hat verglaste Augen, er ist betrunken wie ein Norweger, er stammelt: „Pomade“; er hat mich nicht verstanden, es soll so sein.

Ich lasse ihn fallen, er fällt auf die Rolle, er schlägt sich den Kopf auf, ich kann es nicht ändern, ich schaue immer nach dem Meer.

Ich fange aber plötzlich an, atemlos zu laufen.