Die königliche Schlankheit des jungen Dichters, in fremder und so geliebter Hülle der kriegerischen Geste, den Kopf verschnürt mit Sturmband und gekuppeltem Helm, Säbel und Revolvertasche, grenzenlos verklärt gestorben an einem dunkeln Morgen, als Feuer und blutige Brunst der Schlacht über seinen Traum hinbrach.

Nein, nichts von Blumen oder solchen Dingen. So allein soll nach dem zornigen Schmerz die seltsame Rührung dieses Bildes über uns sein. Und möge uns helfen in dieser Not und die Traurigkeit lösen von dem Zimmer, das ganz voll ist von Tod.

Ich konnte dich nicht Freund nennen. Wir hatten uns nicht lange genug gekannt.

Du bist, reiche Ernte, reichere Verheißung von Dreißig, zu früh gegangen. Es ist so: ich habe selten Tränen gehabt, ich erinnere mich kaum.

Als der Tod des Leutnants Stadler in mein Abendzimmer kam, habe ich wild geweint.

Nun bist du mein Freund. Lebewohl Ernst Stadler. —

Da . . . als wir Abschied nahmen, damals, auf der Gartentreppe seines Hauses, brach Blau des Himmels in alle Fenster. Wolkenwimpel lagen im Weiten endlos. Täubender Sommer schwoll glänzend gegen das Haus.

Wir standen gegenüber.

„Sie werden mir oft nach Kanada schreiben.“

Ich nicke.