PRINZ VON WALES: Liverpool empfängt vom Meer her seine letzten Grüße.
Langsam anschwellendes Lärmen, ohne Übereilung herankommend, lauter, weit geht die Tür auf. Mit großer, weltmännischer Bewegung herein tritt Kean.
SZENE DREI
KEAN: Ein Zufall, den ich preise, obwohl er nicht ohne Tragödie ist, setzt mich in den Stand des Vorzugs, der Gräfin Koefeld die Hände zu küssen, dem Prinzen von Wales, Monseigneur, meine Achtung in dem höchsten Maße der Ergebenheit zu bezeigen und dem Grafen Koefeld den Widerspruch zwischen meiner Absage und meinem Erscheinen in einem Wort der Bewunderung und der Bitte zugleich zu erklären.
PRINZ VON WALES: Wir zählten nicht auf Sie, in der Tat. Ich danke für die doppelte Konfusion. Ich erinnere mich eines Gascogners, der daran litt, doppelte Muskeln zu haben. Man gab ihm Milchbäder, er machte sie zu Butter. In der Tat, ich erinnere mich mit Vergnügen der Geschichte.
KEAN: Die Gerüchte sind falsch, die Konsequenzen ungültig, ich unschuldig. Darf ich Beweise ...
PRINZ VON WALES: Ich also ein Lügner?
KEAN: Monseigneur, der, welcher Sie belog.
PRINZ VON WALES: Ihre Dokumente?
KEAN: Ich kam hierher, da ich Sie hier wußte. Man betritt kein Haus lieber als das, in dem man sicher ist, die Verfolgten geschützt zu sehen.