Ein Wolkenbruch spülte Wellen Wassers in die Zelte und der Wind war voll Schwaden Blutdampfs. Guines erwartete seinen Tod, dem er bei Keser entronnen war, nun bei Timur. Doch der sandte ihn Keser zu holen.

Timur hob die Braue, groß gefüllt, und sagte: „Knabe . . .“ Weiter kam ihm kein Wort, denn der Mann, der zehn Sherife gestürzt, fiel in die Knie.

Die Chinesin sah auf ihn, die Augen schimmernd und hob die Hand ins Haar.

Als der Regen drohender anlief, legten sie Filz in die Straßen, der das Wasser einsog und hieben weiter. An den Gebetschnüren hingen die Radschas aus den Fenstern der hochgegliederten Paläste. Naphthafeuerwerker setzten den Fluß in Brand.

Als die Stadt leer war, füllte Timur den letzten Fleck von Weiße auf seiner Windrose, die Welt lag in seinen Händen, schaukelnd nach dem Tempo seines Atems, es gab kein Tier, das nicht unter seinen Pfeilen stand.

So wuchs er über alles.

Von den Gliedern der Chinesin fiel eine Starre, in einer glühenden Umarmung wühlte sie sich die Nacht an seine Brust.

Allein es war noch nicht die Zeit.

Yakou kam als letzter aus der Stadt, den Kopf zitternd tragend, ordnete die ungeheuren Massen der Gefangenen, küßte Timurs Sohle und, nicht mehr sprechend, vom Joch der Monate überspannt, zog er sich in den Winkel seines Zeltes zurück und wandte fürder das Gesicht der Nische der Gottesverehrung zu.

Seine Tat war getan. Seine Hände glitten über kostbare Stoffe, die er ordnend durch die Finger führte und im Hingleiten der Tage erhielten seine Augen sicheren ruhigen Glanz.