Er fragte sie, wie sie heiße.
Sie wagte ihren Namen vor ihm nicht zu sagen. Da nannte er sie Kalekua, weil sie dieser ähnlich war.
Aber nach wenigen Tagen bedrückte es ihn, daß er deren Erlebnis noch ungelöst und schwingend hinter sich trage. Er brach auf und ging zwei Wochen durch den Wald mit ihr bis Honoruru zur südlichen Küste. Dort hörte er, Kalekua sei gestorben, und dies erfüllte ihn mit Freude, denn nun schien ihm alles auf diese Frau übergegangen zu sein.
Er baute zwei Tage von der kleinen Stadt der Natives ein Haus auf einem schwarzen Lavafelsen, der die Bai überragte.
Morgens sahen sie gleich aufs Meer, in dem Kanoes lichte Schaumstreifen hinter sich zogen und silberne Rollen an den Madreporen rannten. Einmal lag ein Schiff lang draußen unbeweglich, das amerikanischen Kaufleuten gehörte, die Sandelholz nach China brachten, wo es als Weihrauch durch die Pagoden stieß. Sonst kamen keine Schiffe.
Oft regnete es. Aber der Himmel blieb strahlend blau, und die Tropfen hingen wie tanzende Seile in die See.
An einem Morgen nahm Kalekua ihn bei der Hand und führte ihn stundenweit. Sie bahnten sich durch Farrengestrüpp und Unterholz einen Weg. Spät kamen sie in eine Schlucht. Kalekua ließ seine Hand nicht frei. Plötzlich, nachdem sie unter überhängenden Felsen lang gegangen waren, traten sie hinaus.
Über ihnen war ein Brausen. Sie hoben die Köpfe. Er sah auf der einen Seite der Schlucht einen Strom herabfallen, aber in der Mitte der Luft fing ihn ein Windstrom, der strudelnd gerade vor ihnen hochstürzte, und trug ihn auf die andere Seite hinüber. Der Wind stand wie eine blaue Spirale in dem Tal.
Kalekua sah fragend zu ihm auf.
Da herrschte er sie an, stellte sie und fragte: „Was willst du?“