Sie sagte: „Rono!“ und sonst nichts. Aber ihre Augen fragten. Sie kehrten zurück.

Manchmal kamen Natives an den Rand des Waldes und sahen nach der Hütte und gingen scheu zurück.

Die Luft war klar und hell. Geräusche spannten sich unendlich aus. Klang entfernter Fischerboote hallte lang herauf. Selten wurden die Nächte kühl. Drei Kokosbäume standen um ihre Hütte. Kam Sturm, bogen sie sich wie Glas tief hinunter nach dem Meer. Es wurde heiß, aber eine leichte Brise schob die Luft klar zusammen und machte das Klima wie aus Seide glatt und kühl.

Kalekuas Wesen war durchsichtig und glänzend, und ihre Haut glich geblaßtem Bernstein. Manchmal erzitterte sie, wenn sie Jean François sah und schien unter seinem Blick aufzugehen und sich zu entfalten, und in immer steigender, unirdischer Hingabe ihn mitzuführen und nach seiner Seele wiederum hinaufzuwachsen, daß er in den Umarmungen ihrer Nächte sich wie schwebend empfand.

Einmal traf er sie, als er durch den Wald streifte. Sie saß neben einem Ohiobaum, spielte mit den roten Früchten und hielt eine zwischen den Knien. Ihr rotes Haar fiel straff zurück. Sie sang:

Inoa o Mauae a Para,
He aha matou auanei?
O Mauae, te wahine horua nui,
Wahine maheai pono.
Tuu ra te Ravaia
I ta wahine maheai,
I pono wale ai te aina o orua.
I ravaia te tane.
I mahe ai te wahine.
Mahe te ai na te ohua,
I ai na te puari.

Sie hatte eine Verklärung in ihr Gesicht gesammelt, daß er nicht wagte, sie anzureden. Er schloß die Augen. Dann zog er wie ein Fuchs den Kopf ins Dickicht zurück.

Ein paar Tage regnete es hintereinander. Dann kam die Luft gesträhnt frisch herauf. Jean François lag auf seinem Bett und kaute gelangweilt an den Limonenblättern. Kalekua trat ein. Sie war noch feucht vom Bad. In ihren Haaren staken vier weiße Federn.

„Du hast die weißen Federn . . .“

„Es ist das Königszeichen.“ Sie strich über sie.