Sie setzte sich ihm gegenüber, eine Yameswurzel leicht zerkauend, die Palmen bogen sich in der Luft, das Meer scholl herauf.

Da wies er hinunter und sagte ihr, daß er fremde Schiffe gesandt habe gegen die Chinafahrer und verzog keine Miene. Sie aber, ungläubig, übermäßig erbebend, sprang auf, wandte sich wie zum Fliehen, kehrte um und küßte ihn zwischen die Warzen seiner Brust, wagte den Blick nicht aufzuheben zu ihm und flüsterte: „Rono“. Jean François erzürnte über das Wort, das wieder auf ihn traf, ohne daß er es faßte, drohte ihr und fragte, was sie damit sage.

Sie hob wieder den Blick. Aber sie brachte das Auge nur bis dahin, wo sie ihn geküßt hatte, und fast vergehend sagte sie:

„Du wolltest zur Königin. Sie will dich sehen.“

Ihre Haltung war schwach. Die Schultern hingen. Sie kehrte um in das Haus, kam zurück und trug die weißen Federn. Sie nahm seine Hand und sagte: „Komm.“

Dann gingen sie in den Wald hinein und ließen das Haus hinter sich.

Die Tür stand offen.

Das Meer brauste blau hinein.

Kalekua sah sich noch einmal um.

Nachts schliefen sie in einer Platane. Morgens wanderten sie weiter. Als die Sonne steil stand, kamen sie an einen Paß, der in Windungen sich aufwärts drehte. Sie gingen lange. Mit einem Male endete der Weg. Hinter einem Busch trat ein Mann hervor, der mit dem Firnis der Gumminuß im Gesicht gezeichnet war. Er neigte sich. Kalekua winkte mit der Hand. Da ging er vor ihnen her.