Seine Stimme aber erscholl, hochgetragen und lind, unwahrscheinlich sich an das Brüllen schließend; der Kopf bog sich in die Höhe und spannte den Körper von den Füßen bis an das Genick wie einen Sprenkel. Worte entfuhren seinem verzückten Munde voller Ergebung und wuchsen wie aus breiten Trompeten zu einem ehernen Donner.
Dann neigte er auch den Kopf.
Vorhänge teilten die Welt von ihm ab. Es war dämmrig geworden.
Als er wieder aus der Garderobe heraustrat und dem Gerüst zuging, befahl ihn ein Ratsherr zum König.
An der Wand des Zaunes streifte jemand seine Hüfte. Er blickte flüchtig und sah die Sibylle.
„O,“ sagte sie und machte den Mund auf und biß auf die obere Lippe.
Villon dachte an das Bild und sah sie an. Dann legte er den Arm über ihre Schultern, denn die Achseln schimmerten weiß und erwartungsvoll durch das Tuch.
Sie ging zur Seite, wo die Friedhofkreuze gleich begannen, es ward ganz dunkel um sie. Ihre Hüfte streifte ihn. Er küßte sie und biß ihr in den Mund.
Sie lagerten hinter einem breiten Grabstein.
„Ich fürchte mich.“