Verwilderten Bartes kroch er nachts in eine Scheune. Als er einschlief, fiel durch das Gitter des Heus der Schein einer enthüllten Laterne über seine Augen. Er fuhr herum und umarmte Barral, den er so fand.
„Wo warst du?“ sagte Barral und lachte.
„Ich lief —“ sagte Villon.
Er schob sich Stroh über den Körper. Dann weckte er Barral noch einmal:
„Barral,“ sagte er, und sein Gesicht leuchtete von bösem grinsenden Hohn, „ich möchte über die Welt hinkotzen in einem Strom. Mein Alter, wir wollen Frauen verführen, Ställe anzünden und es mit Tobsucht tun.“
„Ja, mein Freund,“ sagte Barral und zog sich Stroh aus dem Bart.
Ihre Nahrung ward Feldfrucht und geraubtes Geflügel. Bauern erschreckten sie, indem sie das Land überquerten, des Abends auf ihren Feldern, daß sie brüllend wegliefen. Mönche prügelten sie mit dornigen Stecken und trieben lange ihr Wesen mit Frauen, denen sie die Röcke zuschnürten, daß sie als Statuen auf allen Straßen standen.
Einmal fiel Villon in eine Falle. Von allen Seiten plötzlich hervorbrechend, schlugen Burschen mit Gegenständen auf ihn. Knapp entwich er aus der verdunkelten Dorfgasse, einen blutenden Riß über die Stirn.
Die Nacht zündeten sie das ganze Dorf an.
Villon und Barral standen auf einem Hügel, während die dunklen Scheine über den Wald flatterten.