Doch der Wille zum brünstigen Leben strahlte so stark in seinem Wesen, daß er um weniges später das Gebet um Hilfe noch erniedrigender von den Lippen stieß.

In dieser Nacht aber erfüllte sich sein Raum mit weißem Licht, und in seinem Traum wuchsen helle Figuren mit Kerzen in den Händen, und eine Stimme erfüllte das Zimmer, daß er erzitterte vor Bewegtheit: „dennoch, mein Armer, sollst du dem Lichte dich zuführen lassen“ . . . und erwachend, die Augen weit geöffnet, empfand er, wie eine Hand, die, über seine Stirn geführt war, sich davon löste. Er empfand das rasche Hinweggleiten nach der Tür.

Da sprang er auf und bebend vor Glück erhob er den Kopf.

Die Tür öffnete sich zum Verlassen, er spürte den Luftzug.

Er warf sich auf die Knie nieder und schrie: „Laß mich!“

Die Gestalt aber wandte nicht ihr Gesicht (er bedurfte es nicht, um sie zu wissen), doch sie machte eine große Bewegung mit ihrer Hand und durchschritt die Tür.

Aufschwingend stürzte er nach: „Warum,“ schrie er, „warum verfolgst du mich mit Güte, — — — warum überlädst du mein Leben mit Licht? Ich bin hilflos dagegen. Aber ich will es nicht.“

Die Tür war zu.

Er hämmerte die Fäuste dagegen und Schaum deckte sich über seine Lippen: „Laß mich, verdammt, ich fluche dir, in meiner Niedrigkeit. Das Heilige an deinem Tun verzweifelt mich . . .“

Und er bäumte auf und stemmte sich dagegen.