Einmal brach ein tatarisches Heer aus den Steppen. Reiter im Halbmond den Kopf geschoren, mit großen Schenkeln, die Achseln spitz gereckt, ritten um Samarkand, fielen in die Ebene und wälzten sich durch die Städte. Sie schwammen durch die Ströme und standen nach zwei Jahren auf den Graten des Gebirges. Abgleitend verloren sie viele Pferde, doch im Anblick persischer Ebenen schloß eine Felsmauer das Tal ihnen zu. In Vorhuten, tagelang, schwärmten sie aus, sie fanden keinen Ausgang. Die Bergseite dampfte von den Lagerfeuern. Da stob den Wartenden ein Bote an, setzte den Feldherrn ab und gab die Zügel des Befehls einem kleinen Gruppenführer, den keiner achtete. Er hinkte und bewegte die linke Hand nicht. Er ließ mit siebzig aufgestellten Blasebälgen den Felsen wochenlang erhitzen. Dann warf er einen abgeleiteten Fluß dagegen, daß der Basalt zerknallte. Das Heer trabte in die Ebene. Sie schlugen die Perser in zwei Treffen und, abtretend, gab der Feldherr sein Amt ab, zurückberufen, an Yakou, dem die Augen bis an die Mitte der Schläfen saßen, und der Schiraz in einer Nacht in den Himmel feuerte.
Ein anderes tatarisches Heer, stummem Winke folgend, stieg aus den Steppen, zog um Samarkand, überritt die Wüste und das stachlige Tiefland. Die Reiter trabten wochenlang, Weiber auf den Sätteln, Kamele hinter sich mit Kindern und Proviant. Eine Wolke von Schweiß brach vor ihnen her, und die Geten zündeten ihre Dörfer an und verließen sie und schrien nachts aus den Wüsten. Die runden Säbel glühten in der Sonne. In einem Halbkreis rannte das Heer über die Steppe. Sie banden die feindlichen Männer mit den Köpfen in die Kniehöhle und warfen sie in die Sonne.
Sie hatten ihre Weiber auf den Sätteln und verließen die Pferde nicht. Sie machten große Feuer und trabten darüber in den Horizont. Reitende Boten täglich zogen eine Schnur zwischen ihnen und dem Haus in Samarkand.
Aus den Schneesteppen brachen tatarische Heere. Die Pferde stampften in die Jurten vor Kurdistan. Sie brieten einen Emir überm Lagerfeuer und ließen seine Söhne daran speisen. Zwei Tage nach einer Schlappe des Führers wechselte der Oberbefehl. Zurückkehrend nach Samarkand verschwand dieser. Axalla führte die Geschwader. Sie warfen sich über die Landschaft und trieben Pferde zusammen und das Vieh. Ein mongolischer Fürst wehrte Axalla mit Gebeten. Stolz trat er redend vor ihn und erfragte den Sinn der Überfälle. Axalla sagte: „Gibt es anderes für mich als zu folgen? Dein Aussehen ist besser als deine Frage,“ und ließ ihn hinausführen.
Als Axalla nach Georgien aufbrach, betrat ein Unterführer sein Zelt.
Axalla speiste auf dem Boden kniend und sah unwillig schief nach der Tür.
Der Unterbefehlshaber hob rasch das gesenkte Gesicht und warf den Mund brausend auf: „Teile das Heer.“
Axalla stand auf, lehnte sich gegen den Pfosten, Spott um den Mund:
„Wer bist du?“
„Genug, dich zurechtzuweisen.“