„Ich suche dich.“

Sie blieben hier.

Aus den Fenstern der gartenreichen Stadt hingen Seiden. Über die Ebene wellte sich blonder Weizen. Trauben überspannten die Pavillons.

„Es ist gut, so zu leben,“ sagte nach Tagen die Chinesin.

Durch den blauen Abend flogen Rufe der Minarette, die sich in den Himmel, weiße Flammen, spannten.

Der Tatar lachte: „Auf kurze Ruhe.“

Ihr Garten schwebte voll Geruch. Vögel tanzten durch die Pfützen im Kies nach blitzendem Regen.

Als er das Pferd musterte einmal im Stall, sagte sie, zwischen den Pistazien des Gartens stehend: „Du darfst nicht weiter,“ und schloß zum erstenmal wieder die Augen.

Da griff er aus dem Gebüsch eine grüne Schlange, hielt sie an die Zunge, die ihr Zahn sofort durchstieß. „Wo ist das Stärkere? Ich suche es die ganze Zeit.“

Die Zunge schwoll, gebläht von rotem Schleim. Sie wurde dicker und füllte am Ende den Mund an, daß kein Ton aus der Gurgel mehr gelang. Wie sein Kopf begann, bläulich unter dem Gift anzulaufen, zuckte er die Achseln und stemmte sie zurück.