Vor den Zelten stand Miser Ulek aufgerichtet. Die Tataren warfen die runden Säbel blitzend in die Luft. Mit einem Kamel trabte vom Fluß herauf eine Frau, sie kam näher, es war die Chinesin, während Timur durch die Wellen jubelnden Geheuls wogte.
Timur hielt sein Pferd.
Da sah er auf der Mauer der Stadt jemand einen Bogen spannen und richtete sich groß auf.
Er stand hoch. Wie gegossen. Kein Haar bewegte sich.
Lang sah er im Schweigen auf den Zielenden, dessen Hand die Sehne immer gewaltiger anzog. Es war der siebente Tag des Monats Ramadhan.
Die Zeit war um.
Der Pfeil kam, riß einen zischenden Ton durch die Luft und flog in Timurs Stirn und fiel von ihr nieder.
Timur saß starr. Dann wölbten sich seine Augen zurück in die Höhlen.
Miser Ulek stürzte vor und warf sich gegen ihn, schreiend und seine Schenkel umklammernd. Timur stand ruhig, schob mit einer träumerischen Bewegung die Haare aus der Stirn, es war kein Mal darin, sein Gesicht wuchs wie ein Fels.
Als das Kamel der Chinesin langsam an ihn herantrat, sagte er, auf den Pfeil deutend, leis: