Schwieg Monate. Ihre feuchten porzellanenen Blicke leuchteten blau wie der Mond.

In einer Nacht wieherten Pferde hell und wild. Es war eine weiße Nacht.

Ein Bote wurde in das Zelt geführt.

Der Feldherr des Sultans Bajazeth beugte sich ein wenig vor Timur und kündete ihm die Schlacht. Seine Stimme war hart und edel. Timur schenkte ihm ein Pferd.

Er bat, es am nächsten Tage gegen ihn reiten zu dürfen. Timur nickte.

„Ich werde das Geschenk in Ehren halten,“ sagte der Feldherr.

Timur hielt eine Pause den Atem. Dann sagte er barsch:

„Ich lösche es morgen wieder aus.“

Am anderen Abend bestieg Timur sein Lager über den gebückten Rücken des Sultan. Aus den erschlagenen Köpfen baute er Türme. Sie stiegen gieriger als die Minarette Samarkands in den Himmel. Tataren wälzten sich fliegend über Konstantinopel. Sie ließen die Glocken spielen und lagerten über den Gärten am Meer.

Die Tataren waren behängt wie Weiber mit Turbanen voll Steinen. Ihre Ausdünstungen überroch Ambra. Aus Moscheedecken schnitten sie Satteldecken. Goldne Ketten flochten sie um ihr Haar und die Gebisse der Gäule.