Werke schaffen von oft unerreichter Größe des chaotischen Aufbaues, suchend ohne Ende, irrend an den Rändern des Radius, Vorstoß von jedem Punkte der Peripherien, stets die Mitte wollend, die nicht bestand.
Gibt es Literatur, die mehr in solchem Ringen bestes Blut verspritzte?
Gibt es Literatur, reicher an Opfern der einzelnen, an Beispiel nicht geahnter Hingabe des Geistes?
Gibt es Literatur, wo die Besten, so viele der Auserwählten im Wahnsinn erst, im Tod Erlösung fanden? Gibt es nicht die unsterblichen Namen, den unsterblichsten Namen: Hölderlin?
Ging darum nicht Georg Büchner in so frühen Tod, weil sein ungeheurer Ausbruch vorbeizuckte an der Zeit?
Verkam darum nicht Grabbe, verreckte nicht Lenz?
Stand nicht Hebbel wüst kämpfend gegen die Epoche, schoß Kleist die Kugel nicht durch sein unauslöschliches Leben?
Ist nicht solches Schicksal, das ich anrufe, das Tragischste und Panische, die Tragik, die ich beschwöre, wenn ich Nietzsches heiligen Namen nenne?
Trägt solch eigenwillige tapfere Jugend, in die Pausen der Geschichte gesprengt und verzischend, nicht Vermächtnisse der letzten Bedeutung? Umflorte Historie der deutschen Dichter, um die das Bürgerliche wuchs und gedieh, die wahnsinnig wurden, verreckten, als Alkoholiker eingingen wie Tiere? An Mutigen hat es nie gefehlt.
Nie war Tapferkeit ein Fehler unseres Volkes in der Handlung.