»Glauben Se man auch,« predigte Amalie, »dann werden Se auch wieder jesund werden. Bloß nich zuviel trinken!«
John schien voller Angst einer andern Stimme zu lauschen. »Hörten Sie nicht?« fragte er plötzlich.
»Wa–as? Wa–as?«
»Vorher sagte es der Wind. Jetzt sagte es das Feuer.«
»Die können doch nichts sagen.«
»›Ich komme bald,‹ sagte es eben.«
»Ich hab nichts nich jehert.«
»Der Tod will kommen,« flüsterte John mit großen angstvollen Kinderaugen.
»Haben Se man keine Angst!« tröstete die Köchin. »Sie können noch Ihre ganze Familie iberleben. Sie allemal!« Dann öffnete sie die Bratofentür und sagte: »Kommen Se man sehn, junger Herr, wie fein se braten.«
Zwölf Täubchen lagen in Reih und Glied in der Bratpfanne, zwölf angenehm duftende, kleine braune Körperchen, die Amalie mit Stolz und Schweiß auf der Nase vorwies. Johns Miene erheiterte sich beim Anblick der Tierchen. Er ergriff eine Gabel und prüfte, ob sie schon weich waren. Da es sich so verhielt, riß er der größten ein Beinchen aus, blies ein wenig herauf und benagte es dann mit der Miene eines Menschen, der hat, was er braucht. Die Köchin hatte die fetten Hände überm Bauch gefaltet und sah ihm wohlgefällig zu.