»Warum sagtest du denn, du hörtest nichts? Warum sagtest du denn das? Du?«

»Was ist das für ein Ton? Was – was erlaubst du dir?« schnaubte der Onkel, eine neue Maske auf dem falschen Gesicht.

»Mämämämä ...« tönte es aus dem Stall.

»Das ist Peter!« schrie John, nach dem Stall stürzend. Der Stall war verschlossen; aber sein leichtes Türchen gab unter einem wilden Fußtritt nach – und wie ein Rasender stürzte ein schwarzundweißer Ziegenbock heraus und auf seinen richtigen Herrn zu.

»Mein Junge!« stammelte John, ihn ganz außer sich an sich drückend.

Der Onkel stand mit angestrengter Heiterkeit daneben. »Na, ist mir die Überraschung gelungen?« fragte er frech.

John sah ihn mit rollenden Augen an. Er trat, die Faust hebend, auf ihn zu – doch da verließen ihn seine Kräfte, und er mußte sich am Zaun halten.

Peter versuchte, seinem Herrn die Glatze zu lecken, und eine schöne weiße Ziege, seine junge Frau, stand neugierig neben ihm. Der Gärtner kam herbeigeeilt und fragte, was geschehen sei. »Ach nichts,« sagte Herr Zarnosky ganz ruhig, »mein Neffe behauptet, daß es sein Bock sei.«

»Das kann ja stimmen,« erwiderte der Gärtner, »wechjelaufen is er doch von irjendwo.«

»Ich muß einen Bock anschaffen. Zerline hat sich an den Gefährten gewöhnt,« sagte Herr Zarnosky mit Gemüt.