»Nein – nein ...« sagten die Glocken.

»Still!« brummte John. »Ich will doch bloß mal riechen.« Mit zitternden Händen bemühte er sich, die Flasche zu entkorken, nicht merkend, daß jemand ins Zimmer trat.

»John, was machst du da?« rief lachend Onkel Chlodwig.

Der Ertappte zuckte heftig zusammen. »Nichts,« stammelte er in nervöser Bestürzung. »Ich zähl' nur die Gläser – ob alle da sind. Hier wird jetzt so viel gestohlen. Amalie will ja nächstens heiraten.«

»Amalie will heiraten?« kicherte der Onkel. »Wen denn?«

»Einen – einen Bierkutscher.«

»Amalie!« rief Onkel Chlodwig, die Tür nach dem Korridor öffnend. »Sie wollen einen Bierkutscher heiraten? Das nenn ich mir eine treffende Wahl.«

»Was? E Bierkutscher soll ich heiraten?« brummte es in der Küche. »Lieber Ihnen, Herr Zarnosky,« grunzte die Köchin.

Der kleine Junggeselle klatschte vor Vergnügen laut in die Hände. »Da täten Sie recht!« rief er heiter. Dann ging er zum Büffet und goß sich einen Kognak ein. »Du willst wohl keinen, John?« fragte er mit zwinkernden Augen.

»Nein, danke,« sagte dieser fromm. Bei dem Schreck war seine Gier verflogen.