Er hätte den gewöhnlichsten Kognak der hübschesten Putzmacherin vorgezogen.

Am alten Stadttor leuchtete eine Gasflamme wie ein grüner Stern durch die helle, rote Dämmerung. Als der Wagen durch das Tor rollte, begann John vor Angst zu frieren. Beim Auftauchen eines Schutzmannes zuckte er heftig zusammen. Der Mann grüßte freundlich und ging vorüber.

Nun überkam ihn ein wilder Trotz. Erstens hatte er nichts begangen, und selbst wenn er etwas begangen hatte, so war ihm das ganz gleichgültig. Mochte man ihn anzeigen. Ihm war schon alles gleich. Nur um die Mutter tat es ihm leid. Um die tat es ihm leid, um die andern nicht ... Seine Zähne schlugen zusammen, als sich der Wagen dem väterlichen Hause näherte.

Rodenberg stand, nach ihm ausspähend, am Torweg und half ihm vom Wagen herunter. »Geben Sie ihm was,« sagte John, nachlässig über die Schulter zeigend. Der Kutscher nahm seinen Herrn unter den Arm, weil dieser allein nicht zu gehen vermochte. »Was machen Sie für ein Gesicht?« fragte ihn John. »Lachen Sie doch, Rodenberg! Ich hab keine Angst! Für was soll ich auch Angst haben?«

»Der Beese war hier,« erzählte der Kutscher, »und nu is der Herr fuchswild.«

»Pah!« sagte John. »Was ich mir daraus mach!«

»Er sitzt oben und wartet auf Ihnen.«

»Der Vater?«

Rodenberg nickte.

John wurde kreidebleich. Er versuchte zu lachen; doch plötzlich bekam er einen Krampfanfall. Rodenberg schleppte ihn in seine Wohnung hinauf.