»Das muß ich mir erst eine Stunde überlegen,« scherzte John.

Markus verzehrte sich fast in Liebe zu Tante Zarnosky. Dieser heimtückische, wenig folgsame Idiot wurde unter ihren Blicken ein sanftes, aufs Wort gehorchendes Kind. Für Frau Zarnosky hätte Markus sich kreuzigen lassen. Er stieß einen Freudenschrei aus, als seine Angebetete in den Saal trat. »Tante Anna, Tante Anna,« schrie er erregt, »neue Stiefel, neue Stiefel!« Und dabei hob er den einen Fuß, um die neuen Stiefel zu zeigen, so hoch in die Höhe, daß er beinahe das Gleichgewicht verlor.

Frau Zarnosky lud ihn ein, zu Paul und Leo ins Eßzimmer zu gehen, da sein lautes Wesen den Kranken angriff. Markus drehte sich indessen so lange seufzend an der Tür herum, bis sie ihm vorausging.

Johannes sah seinem Bruder mit rollenden Augen nach. »Idiot, Idiot!« schimpfte er, ganz rot im Gesicht.

»Und dieser Idiot,« sagte John bedeutungsvoll, »wird deine ganze Gesellschaft sein, wenn ich erst tot sein werde.«

Johannes verstand das nicht; aber es ängstigte ihn trotzdem. »Willst wirklich sterben?« fragte er leise.

Der Kranke seufzte. »Es wird mir nichts anders übrig bleiben,« entgegnete er.

»Johnche,« wisperte Pfarrer, »wenn's nich sehr weh tut, komm ich auch.«

John verzog das Gesicht. »Soll ich dir meine Pistole geben?« fragte er freundlich.

»Neinei! Spaß jemacht! Spaß jemacht!« stammelte Johannes erschreckt.