»Tut ja nicht weh,« scherzte John. »Ein Knall – und du bist weg und gleich im Himmel, wo es Zigarren und Bratäpfel und Glacéhandschuhe haufenweis gibt.«

Der Schwachsinnige senkte bestürzt den Kopf. »Im Sommer ...,« begann er auf einmal, und dann stockte er ratlos.

»Was ist im Sommer?« fragte John.

»So schön! So schön!«

»Und da möchtest du nicht weg! Was?«

»Nein,« flüsterte Johannes.

»Aber wenn ich nun sterbe,« fuhr John mit erzwungener Ruhe fort, »kann morgen, kann übermorgen sein, dann wirst du es schlecht haben. Für die andern bist du doch nur ›der Idiot‹. Wer wird sich mit dir unterhalten? Und eure Marie, die wird für euch noch miserabler kochen als jetzt, wenn ich nicht mehr schmecken kommen werde. Sie wird euch hungern und frieren lassen ...«

»Neineinei!« winselte Johannes. »Wirklich wahr? Wirklich wahr?« jammerte er.

»Gewiß,« entgegnete John. Aber dann tat ihm der arme, bestürzte Bursche leid. »Na,« sagte er, sich zu einem Lachen zwingend, »vielleicht gibt es auch noch einen andern Ausweg, als – ich will mal nachdenken, was ich noch für euch beide tun kann.«

»Ach ja! –« sagte Johannes, und seine ganze Todesangst und seine ganze Lebensgier war in dem Zittern seiner Stimme.