Der schwache Versuch, die Angelegenheit ins Scherzhafte zu ziehen, mißlang.

„So weit bin ich noch nicht heruntergekommen, mein Sohn, um mir dauernd und in jeder Kleinigkeit von dir Vorschriften machen zu lassen. Noch bestimme ich. Und wenn einer von uns beiden zu gehorchen hat, bist du es. Das merke dir.“ Der Amtsrat versuchte zu beschwichtigen.

„Kinder, nur keinen Streit!“

„Verzeih, Onkel, daß dies gleich die erste Stunde ausfüllen muß. Du hast ja aber selbst gehört, daß sich Vater die Auseinandersetzung ausdrücklich für diesen Tag aufgespart hat.“

„Zänkereien vertrage ich nicht,“ begehrte der Major auf. „Meine Ruhe wollte ich endlich mal haben, frei sein. Du sollst nicht wieder aus einer Lappalie ein Erdbeben machen, Walter.“

Ein langer strenger Blick streifte ihn.

„Du weißt, daß ich schon übermorgen abreisen muß, Vater. Dann ist also dein Wunsch erfüllt. Ich möchte aber nicht mit dieser seltsamen Unruhe an die Arbeit zurück. Wir wollen uns aussprechen. Ich erkläre dir nochmals, daß alles, was du über mich bestimmen solltest oder bereits, ohne mein Wissen, bestimmt hast, hinfällig ist. Niemals werde ich nur um des Geldes willen einen Weg, den mir mein Innerstes vorzeichnet, aufgeben.“

„Ich hätte wissen müssen, daß du keiner Kindesliebe fähig bist.“

„Sprich nicht weiter, Vater. Denke rückwärts.“